Martin Rhonheimer ist Philosoph, Priester sowie Mitbegründer und Präsident des Austrian Institute of Economics and Social Philosophy in Wien. Von 1990 bis 2020 lehrte er als Professor für Ethik und politische Philosophie an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom, der er bis heute als Visiting Professor verbunden ist.
Im Mittelpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit stehen wirtschafts- und sozialphilosophische Fragestellungen. Besonderes Augenmerk legt er auf die Österreichische Schule der Nationalökonomie, ihre politisch-philosophischen und sozialethischen Grundlagen sowie deren Bedeutung für die christliche Soziallehre.
Rhonheimer bezeichnet sich selbst als „katholischen Liberalen“ und setzt sich für den politischen Vorrang individueller Freiheit und eine marktwirtschaftliche Wirtschaftsordnung ein. Dem aus seiner Sicht überbordenden Sozialstaat steht er kritisch gegenüber. Im richtig verstandenen Kapitalismus sieht er vielmehr einen wesentlichen Ansatz zur Lösung grundlegender gesellschaftlicher und sozialer Fragen.
Als Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen und Bücher, die teilweise in mehrere Sprachen übersetzt wurden, beschäftigt sich Martin Rhonheimer seit Jahrzehnten mit dem Verhältnis von Freiheit, Wirtschaft, Ethik und gesellschaftlicher Verantwortung. Seine philosophischen Perspektiven eröffnen Raum für grundlegende Diskussionen über die wirtschaftliche und gesellschaftliche Ordnung unserer Zeit.